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Kategorie: Arbeit und Beruf
Nach dem Ende des Berufsberatungsjahres am 30. September 2009 und dem Start der Nachvermittlung geben die Bundesagentur für Arbeit und die Partner des Ausbildungspaktes die folgende gemeinsame Einschätzung zur Lage auf dem Ausbildungsmarkt ab:
Die Lehrstellenbilanz der Bundesagentur für Arbeit zum Ende des Berufsberatungsjahres 2008/2009, die heute in Nürnberg vorgestellt wurde, ist trotz der schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2009 sehr positiv ausgefallen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie als Mitinitiator und Federführer des Nationalen Paktes für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs innerhalb der Bundesregierung freut sich besonders, dass die Paktpartner es wieder geschafft haben, allen ausbildungsfähigen und -willigen Jugendlichen ein qualifiziertes Ausbildungsangebot zu machen.
Mit der Neuregelung des Schornsteinfegerwesens wird das Schornsteinfegerrecht in Deutschland konform mit den europarechtlichen Vorgaben zur Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheitausgestaltet. Künftig wird nur noch ein eingeschränkter hoheitlicher Bereich bestehen, Schornsteinfegerarbeiten werden für den Wettbewerb geöffnet.
Heute hat die Bundesagentur für Arbeit die aktuellen Zahlen zum Ausbildungsmarkt vorgelegt. Bis August wurden rund 436.200 Ausbildungsplätze gemeldet und damit rund 30.500 (6,5 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum. Hiervon waren 65.300 Lehrstellen noch unbesetzt und somit 8.400 (11 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum. Es meldeten sich ca. 515.500 Bewerber und damit 85.200 (14 Prozent) weniger als im Vorjahr. Hiervon waren rund 99.100 und damit 29.700 (23 Prozent) weniger als vor einem Jahr unversorgt.
Mit dem Ziel, weitere Betriebe für die Ausbildung junger Menschen zu gewinnen, bringt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zum 1. August 2009 mit dem Industrieelektriker und Werkfeuerwehrmann zwei neue Berufe auf den Markt. Darüber hinaus hat es zwölf Ausbildungsordnungen umfassend und nachhaltig modernisiert.
Um auch kleinen und mittleren Betrieben die Möglichkeit zu einer qualitativ anspruchsvollen Aus- und Weiterbildung zu bieten, sind die ergänzenden Angebote der überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) nötig. Andernfalls könnten viele kleinere Unternehmen keine Ausbildungsplätze anbieten. In mehreren Jahrzehnten wurde daher mit Fördermitteln des Bundeswirtschaftsministeriums und des Bundesbildungsministeriums ein bundesweites Netz von rund 800 ÜBS mit mehr als 90.000 Werkstattplätzen geschaffen, deren Qualifizierungsangebote die betriebliche Aus- und Weiterbildung nach Bedarf ergänzen.
Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg: "Ich rufe die Wirtschaft auf, sich auch in der Krise für die Sicherung des Fachkräftebedarfs zu engagieren und insbesondere ein ausreichendes Ausbildungsangebot zur Verfügung zu stellen."